Updates zu ACTA
Über das Abkommen ACTA hatten wir vor einiger Zeit schon einmal berichtet (hier mehr). Dieser Artikel soll noch mal ein kleines Update sein, was in letzter Zeit noch passiert ist und was uns noch bevor steht.
Über das Abkommen ACTA hatten wir vor einiger Zeit schon einmal berichtet (hier mehr). Dieser Artikel soll noch mal ein kleines Update sein, was in letzter Zeit noch passiert ist und was uns noch bevor steht.
21 Feb.
Dieser Artikel soll nur eine kurze Info zu erneuten Demonstrationen gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement kurz ACTA.
Am kommenden Samstag, den 25. Februar 2012 sollen erneut Demonstrationen in Deutschland und Europa stattfinden. Zur Zeit ist ACTA mehr oder weniger aus den Nachrichten verschwunden, das kommt unter anderem daher, das die Politiker wahrscheinlich abwarten möchten was das Volk will bzw. macht. Deswegen wäre es garantiert nicht nutzlos wenn man diesen Samstag möglichst wieder auf die Straße gehen würde.
Hier sind die bisherigen Städte:
Auch dieses mal soll es möglichst wieder friedlich zugehen!
Falls weitere Infos auftauchen, wird dieser Artikel aktualisiert.
Hier gibt es weitere Infos:
11 Feb.
Das Thema Anti-Counterfeiting Trade Agreement kurz ACTA bleibt spannend. Nach Meldungen soll die Bundesrepublik Deutschland vorerst nicht das Abkommen unterzeichnen. Trotz allem demonstrierten heute zig Menschen in über 50 deutschen Städten und in der ganze Europa.
Bei den Demonstrationen soll es nicht zu größeren Ausschreitungen gekommen sein. Allerdings wurde bekannt das beispielsweise LKWs mit Anti-ACTA-Sprüchen besprüht wurden. Die Piratenpartei wies dann über Soziale Netzwerke dazu auf nichts kaputt zu machen und friedsam zu demonstrieren.
Nordrhein TV war in Düsseldorf vor Ort und hat ein kleines Video veröffentlicht:
08 Feb.
Das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (in Deutschland: Anti-Piraterie-Abkommen), besser bekannt als ACTA ist ein Handelsabkommen auf völkerrechtlicher Ebene. Die bisher 38 Staaten, die teilnehmen, wollen der Produktpiraterie und den Urheberrechtsverletzungen den Kampf ansagen.
Bisher weiß die Öffentlichkeit noch relativ wenig über das schon vor mehreren Jahren entwickelte Abkommen. Die Verhandlungen über ACTA laufen schon seit Juli 2008, bisher in der siebten Runde.
Ziel des Abkommens ist es im Grunde wie bei dem SOPA Gesetzt Vorschlag das leichter die Produktpiraterie und
Urheberrechtsverletzungen eingedämmt bzw. abgeschafft werden kann. Hierzu wird mehr oder weniger das Internet zerstört. Das Abkommen fordert Netzsperrung bei Urheberrechtsverstößen. Dabei haftet (genau wie bei der SOPA) nicht nur der, der den Urheberrechtsverstoß begangen hat, sondern auch beispielsweise der Provider oder der Hoster der Homepage. Weiterhin fordert ACTA das das die Server vom Hoster bzw. Betreibern stetig nach illegalen Dateien überprüft werden.
Sollte das Abkommen durchgesetzt werden, wäre es auch schon “kriminell” wenn man beispielsweise einen Absatz eines Artikels kopiert und weiterschickt. Für die Einhaltung sollen beispielsweise bei Sozialen Netzwerken Web-Filter sorgen. Dieses würde das betreiben oder nutzen von Sozialen Netzwerken schwierig, wenn nicht unmöglich machen.
ACTA ist ein hinter dem Rücken der Öffentlichkeit ausgearbeiteter Vertrag, der ohne jede Rücksicht auf die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft, auf Bürgerrechte und notwendige demokratische Prozesse beschlossen werden soll.
So schrieb http://www.stopp-acta.info
Jetzt noch mal ein etwas konkreteres Beispiel warum das Abkommen das Internet so verändern kann.
Laut bisheriger Gesetzlage war es so, das derjenige bestraft wurde, der einen Urheberrechtsverstoß begangen hat. Die anderen waren bisher nicht schuld, solange sie von den Machenschaften der anderen nichts wussten. Genau das würde das ACTA Gesetz ändern. Nach wie vor wäre natürlich der Schuld, der den Verstoß begangen hat, doch jetzt sind auch die Dritten Schuld, auch wenn sie nichts davon wissen mögen.
Hier jetzt noch mal ein Beispiel für einen Webmaster:
Max veröffentlicht eine Internetseite, auf der er einen Song von einem bekannten Künstler zum Download anbietet.
— Bisher wäre nur Max für diesen Urheberrechtsverstoß verantwortlich —
Jetzt kommt ACTA hinzu:
Ab jetzt ist nicht mehr nur Max für sein Vergehen verantwortlich sondern auch der Hoster, der die Internetseite von Max auf seinen Servern lagert. Sollte Max oder ein Besucher der Homepage die Seite zum Beispiel auf Facebook oder Twitter teilen, würde sich dieser auch noch strafbar machen.
Außerdem noch ein Beispiel für einen Privatanwender:
Max lädt sich nun einen illegalen Film aus dem Internet. Durch das ACTA Gesetz wäre der Provider nun verpflichtet jedes einzelne Dateipäckchen, was vom Server auf dem der Film liegt, bis zu Max Computer übertragen wird zu entpacken und zu überprüfen. Sollte nun ein Verstoß vorliegen müsste der Provider von Max den Internetanschluss schließen und seine Kontaktdaten an die jeweiligen Rechteinhaber weitergeben. Diese werden wahrscheinlich eine Klage einreichen.
Somit kann man immer noch seinen Beitrag leisten um zu versuchen dieses Abkommen gar nicht erst Realität werden zu lassen.
Hier noch ein kleines Info Video von Anonymous (synchronisiert ins deutsche):
Zuerst kann man diese Petition unterzeichnen, bisher wurden schon fas 2 Millionen Unterschriften gesammelt: http://www.avaaz.org/de/eu_save_the_internet_spread/
Weiter wäre es natürlich Hilfreich die weitere Öffentlichkeit zu Informieren.
Am Samstag finden Demonstrationen statt, mehr dazu hier: http://anonnewsde.tumblr.com/post/16758480914/operation-paperstorm-deutschland-stop-acta
Weitere Infos zu ACTA findet man auch hier: http://www.stopp-acta.info/
15 März
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